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November 2015

Feinfräsen – nicht nur für Deckschichten geeignet:
GMS schafft mit feingefräster Binderschicht Grundlage für hohe Ebenheit

Bislang ist das Feinfräsen vor allem bekannt als Methode, um schnell und präzise Spurrinnen zu beseitigen oder Fahrbahnen ihre Griffigkeit wieder zu verleihen. GMS Fahrbahnsanierungen mbH, ein Fräsdienstleister mit über 30 Jahren Erfahrung in der Branche, praktiziert seit einiger Zeit erfolgreich eine weitere Anwendung: das Fräsen einer Binderschicht zur Profilkorrektur einer Fahrbahndecke.

Diese innovative Anwendung hat ihren Ursprung in einer eher unangenehmen Situation: im Rahmen der Sanierung von Straßen passiert es immer wieder, dass bei der baubegleitenden Prüfung zu große Unebenheiten in der neu eingebauten Binderschicht festgestellt werden. Zuletzt geschah dies auf 11 km Baulänge in voller Fahrbahnbreite. Auf der Suche nach einer schnellen und möglichst wirtschaftlichen Lösung zur Korrektur des Profils rückte das Feinfräsen in Verbindung mit dem Multiplex-Verfahren schnell in den Fokus der betroffenen Baufirma.

Feinfräsen – ideal für den Abtrag in geringer Tiefe

Beim Feinfräsen setzt man spezielle Fräswalzen mit einem sehr geringen Linienabstand (LA) ein. Dabei versteht man unter dem Begriff "Linienabstand" die Distanz von einer schneidenden Meißelspitze zur nächstliegenden schneidenden Meißelspitze. Dieser Abstand bildet sich in der Frässtruktur ab: Je geringer er ist, desto feiner wird die Textur der Oberfläche. Im Gegensatz zu Standardfräsen (typischer LA: 15 – 20 mm) haben Feinfräswalzen LA 8 (d. h. 8 mm) oder weniger.

Feinfräswalze mit Diamantspitzen

"Für solche Aufgaben setzen wir eine 2 m breite Fräswalze mit Linienabstand 6 x 2 ein. Sie ist bestückt mit rund 700 Meißeln und erzeugt Flächen mit geringeren Rautiefen als beim Standardfräsen. Eine so erzeugte Fräsfläche bietet die optimale Basis, damit sich die neue Deckschicht mit dem Binder verzahnen kann", erklärt Torsten Meyer, Geschäftsführer von GMS. Dazu kommt: GMS verwendet auf dieser Fräswalze PKD-Meißel. PKD steht für "Polykristalliner Diamant" und weist darauf hin, dass die Spitze dieser Spezialmeißel aus künstlichem Diamant besteht, was zu einem äußerst gleichmäßigen Fräsbild führt.

3-fach-Multiplex für perfekte Längsebenheit

Für die Ebenheit in Querrichtung sorgt die Fräsbreite in Verbindung mit dem Feinfräsen. Um die Ebenheit auch in Längsrichtung herzustellen, setzte GMS zusätzlich auf die beidseitige Nivellierung mit 3-fach-Multiplex. Bei diesem System tasten auf jeder Seite der Maschine drei Sensoren gleichzeitig die vorhandene Fläche ab. Die Maschinensteuerung mittelt die Messergebnisse und berechnet daraus die Frästiefe. So können Längswellen sehr gut ausgeglichen werden.

Perfekte Ebenheit der Deckschicht dank Feinfräsen

Nach dem Feinfräsen wurde wie geplant die 4 cm starke Deckschicht eingebaut. Wegen der hervorragenden Ebenheit genügte der Einbau "auf Schichtstärke". Ungleichmäßige Schichtstärken in der Deckschicht, die zu einem vorzeitigen Verschleiß führen könnten, sind durch dieses Vorgehen ausgeschlossen. Nach Ende der Arbeiten wurde die Qualität von amtlicher Seite bestätigt: Messungen der Ebenheit mit einem Planografen zeigten, dass hier sämtliche Anforderungen zur Zufriedenheit aller Beteiligten erfüllt wurden.

Der geringe Materialaustrag am Frontladeband verrät: Diese GMS-Kaltfräse arbeitet mit einer Feinfräswalze, die nur wenige Millimeter Asphalt abträgt. Um in Längsrichtung maximale Ebenheit zu erzeugen, nutzt die Maschine beidseitig 3-fach-Multiplex. Im Bild zu sehen sind die beiden hinteren Ultraschallsensoren. Die anderen Sensoren befinden sich direkt vor der Fräswalze bzw. vor den vorderen Fahrwerken.

GMS erzeugt beim Feinfräsen ein absolut gleichmäßiges Fräsbild.

Die Wasserwaage zeigt, dass die gefräste Fläche eine sehr hohe Ebenheit aufweist. Gleichzeitig erkennt man am verbliebenen Rand, welche Längs-Unebenheiten GMS mit Hilfe der Feinfräs-Technologie ausgeglichen hat.